Stosswellentherapie

Was ist Stosswellentherapie?

Bei der Stosswelle wird aus Strom eine Schalllwelle produziert, die durch das Stosswellengerät gebündelt und in der Orthopädie in erster Linie zur Behandlung chronischer Sehnenansatzreizungen verwandt wird.
 


Die Stosswelle ist gut wirksam bei:

  • Tennis/ Golferellenbogen
  • Kalkschulter
  • Patellaspitzensyndrom
  • Bursits trochanterica (Ansatzreizung des Pomuskels am Oberschenkel)
  • Achillodynie
  • Fersensporn

Ein Behandlung dauert etwa 10 Minuten. Die Kosten (pro Behandlung 84 Franken) werden nur von der Zusatzkrankenkasse übernommen. Auf Wunsch stelle ich gerne einen Antrag auf Kostenübernahme.

  

Therapie der Muskulatur und muskulärer Schmerzsyndrome

Die gezielte Stoßwellentherapie im Sinne einer Triggertherapie am Muskel stellt eine neue Therapieform dar. Sie ist das Ergebnis parallel verlaufener wissenschaftlicher Forschungen. Einerseits der Schmerzforschung am Muskel, die während der letzten 30 Jahre im Muskelschmerz eine eigenständige Schmerzform erkannt hat, die sich grundsätzlich von den früher erforschten und deshalb besser bekannten Nerven- und Organschmerzen unterscheidet, und andererseits der Weiterentwicklung der Nutzung extrakorporaler Stoßwellen an verschiedenen Geweben. Von der ursprünglich beabsichtigten mechanischen Zerstörung von Nierensteinen mit sehr hohen Stoßwellenenergien reicht das Wirkungsspektrum die regenerative Wirkung hoher Stoßwellenenergien bei Knochenheilungsstörungen hinaus. Bei mittlerer und niedriger Energien ist die Domäne der Stosswelle die Behandlung degenerativer Sehnenerkrankungen, Hautläsionen und der Herzmuskelischämie, bis hin aktuell zur Behandlung der Muskulatur.  

Als Ergebnis stellt die Stoßwellentherapie am Muskel eine erweiterte Indikation der regenerativen Stoßwellentherapie dar. Bereits seit einigen Jahren wird sie zunehmend von Orthopäden und Schmerztherapeuten in der Behandlung von Schmerzen und Funktionsstörungen der Muskulatur des Bewegungsapparates eingesetzt. Sie wurde unter dem Begriff der „Triggerpunkt- Stoßwellentherapie" bekannt, da die Stoßwellen wie kein anderes Verfahren den für Triggerpunkte charakteristischen Übertragungsschmerz auslösen und Triggern zugeordnete klinische Symptome behandeln können. Durch diesen Umstand wurde der klinisch so schwierig nachzuweisende und deshalb kontrovers diskutierte „Triggerpunkt" für den Behandlungsalltag schlagartig aktuell und weckte das Interesse vieler Therapeuten an der vor über 60 Jahren begründeten Triggerpunkttherapie von Travell und Simons, die bis dahin nur von einer Gruppe manuell versierter Behandler eingesetzt wurde.
 
Die bisherigen klinischen Erfahrungen mit der Stoßwelle zeigen darüber hin aus, dass neben der Behandlung klassischer muskulärer Triggerpunkte auch die Behandlung von Muskelschmerzpunkten, die nicht palpatorisch zu erfassen, aber durch einen starken Lokal- und /oder Übertragungsschmerz gekennzeichnet sind, sowie die flächige Muskelbehandlung zu einer Minderung des Muskelschmerzes und einer Verbesserung der Funktionsstörungen führen kann. Aus diesem Grund wird vorgeschlagen, die neue Therapieform am Muskel im erweiterten Sinne als „Stoßwellentherapie am Muskel" oder „Stoßwellentherapie myofaszialer Syndrome" zu nennen, wobei der Begriff „myofaszial" in diesem Zusammenhang alle schmerzhaften Veränderungen der Weichteile des Bewegungsapparates umfasst, unabhängig von ihrer Ursache.

Text nach Markus Gleitz, Myofasciale Syndrome und Triggerpunkte, ISBN 978-3-9813839-4-2